
Die CDU-Fraktion zeigt sich besorgt über die anhaltenden Probleme bei der Müllabfuhr in der Stadt. Seit der Umstellung der Abfuhrtouren kommt es in zahlreichen Stadtteilen zu erheblichen Verzögerungen und Ausfällen: Überfüllte Tonnen, liegengebliebene Abfallsäcke und teils kuriose Situationen, in denen Bürgerinnen und Bürger ihren Müll eigenständig auf der Arbeit entsorgen müssen, prägen derzeit das Stadtbild.
Besonders kritisch sieht die Union den gewählten Zeitpunkt der Umstellung. Maximilian Weißenberg, Kreisvorsitzender und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat der Stadt Hamm, erklärt dazu: „Eine so weitreichende Umstellung ausgerechnet zum Jahreswechsel, bei winterlichen Bedingungen und zusätzlichen Sonderabfuhren wie den Weihnachtsbäumen vorzunehmen, war erkennbar unglücklich. Die aktuellen Probleme waren absehbar und hätten durch eine bessere Planung zumindest abgemildert werden können.“
Ergänzend fügt er hinzu: „Was die Bürgerinnen und Bürger derzeit besonders verärgert, ist nicht nur das Müllchaos an sich, sondern auch das Gefühl, mit ihren Problemen alleingelassen zu werden.“ Neben den organisatorischen Defiziten kritisiert die CDU Hamm ausdrücklich, dass sich bislang keiner der Verantwortlichen öffentlich zu Wort gemeldet und Verantwortung übernommen hat. „In einer solchen Situation erwarten die Menschen zu Recht, dass die Verantwortlichen Gesicht zeigen, die Probleme erklären und sich auch entschuldigen, wenn etwas offensichtlich nicht funktioniert hat. Dieses Schweigen ist ein falsches Signal und trägt weiter zum Vertrauensverlust bei“, so Weißenberg weiter.
Zudem wächst bei vielen Anwohnerinnen und Anwohnern die Sorge vor hygienischen Folgen. Liegengebliebener Müll über mehrere Tage hinweg erhöht das Risiko von Ratten- und Schädlingsbefall und beeinträchtigt die Lebensqualität in den betroffenen Quartieren erheblich. Auch Bernd Haberkamp, Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat der Stadt Hamm, sieht dringenden Handlungsbedarf: „Sauberkeit und Verlässlichkeit sind oberstes Gebot. Wenn diese nicht mehr gewährleistet sind, muss die Verwaltung unverzüglich reagieren – organisatorisch, kommunikativ und auch persönlich. Verantwortung zu übernehmen, heißt auch, Fehler einzugestehen.“
Aus Sicht der CDU Hamm braucht es nun eine schnelle Stabilisierung der Müllabfuhr, eine transparente Information der Bevölkerung über Nachholtermine sowie eine ehrliche Aufarbeitung der Umstellung. Ziel müsse es sein, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen und vergleichbare Situationen künftig zu vermeiden.