Berger Ehrenmal vor 100 Jahre der Gemeinde übergeben.

Nach auwändiger Sanierung wieder eine gepflegte Anlage.

Eine weit sichtbare, sehr repräsentative und gepflegt Anlage, so stellt sich das Kriegerehrenmal im Schnittpunkt von Ostendorfstraße und dem Hellweg heute dar. Etwa in der Mitte der ausgedehnten Gemeinde, heute dem Stadtteil Hamm-Berge, gelegen, liegt das Denkmal eher am Rand der Bebauung. Trotzdem ist es der Treffpunkt beim Schützenfest und dem Volkstrauertag.

In fast allen Städten und Gemeinden gibt es Kriegerdenkmäler aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, die an die im Krieg getöteten Soldaten erinnern. Diese Kriegerdenkmäler, manchmal auch Gedenktafeln, sehen sehr unterschiedlich aus und tragen verschiedene Inschriften.

Die große Anlage in Berge wurde im Jahr 1921 von der damaligen Gemeinde auf Initiative des Kriegervereins errichtet und am 06. November feierlich eingeweiht.

Der frühere Ortsheimatpfleger Werner Regel schreibt dazu in seinen Unterlagen:

„Lange habe ich forschen müssen, bis ich etwas über die Erbauung unseres Ehrenmals für die gefallenen Helden des Weltkriegs fand. Es wurde im Auftrag der Gemeinde errichtet und am 6. November 1921 eingeweiht. Dabei wurden Kränze von verschiedenen Vereinen niedergelegt.

Zeitzeugen berichteten mir, dass auch berittenen Offiziere der an der Niederschlagung des Kapp-Putsches beteiligten Truppe von Ritter von Epp zugegen waren“.

Auch im Protollbuch der Kyffhäuserkameradschaft Berge wird dieses Datum bestätigt:

„16.Oktober 1921

Antrag des 1. Vorsitzenden Kamerad Heimsoth um Ernennung des Kameraden Schulze-Berge als Ehrenmitglied.

Alsdann fragte der Kamerad Gutthoff an, was der Verein gedenkt zu tun bei der Denkmalseinweihung am 6. Nov. D.J. (diesen Jahres). Hierauf beschloss die Versammlung zu Ehren der gefallenen Helden einen Kranz mit weißer Schleife und schwarzem Druck niederzulegen.

Da weiter keine Anfragen gestellt wurden, schloss der der Schriftführer um 7.00 Uhr die Versammlung“.

Obwohl die Anlage ständig gepflegt wurde, waren die Schäden durch die Verwitterung nicht zu übersehen. Sie war einfach „In die Jahre“ gekommen. Nach langen Bemühungen der Bezirksvertretung Hamm- Rhynern konnten die notwendigen Haushaltsmittel bereitgestellt werden. Das Denkmal wurde umfangreich saniert u.a. musste die gesamte Architektur gereinigt und die schadhaften Eisenklammern erneuert werden. Ein Schwerpunkt der Sanierung war die Restaurierung der Namen und Inschriften, die teilweise nicht mehr lesbar waren.

Heute, im Jubiläumsjahr, macht es wieder einen gepflegten, repräsentativen Eindruck. Es gehört zum Dorf und seinen Einwohnern trotz aller Diskussionen über die Sinnhaftigkeit von Kriegerdenkmalen.

 

 

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