
Kommunalpolitik als Thema im Schulunterricht: Dazu hat die CDU die Stadtverwaltung aufgefordert, „in enger Abstimmung mit den weiterführenden Schulen in Hamm ein Format zur Demokratieförderung zu entwickeln“. Dieses solle, so CDU-Fraktionsvorsitzender Bernd Haberkamp, die Schülerinnen und Schüler mit der Kommunalpolitik und ihren gewählten Vertretern zusammenzubringen. Ziel sei es, die politische Motivation der Jugendlichen nachhaltig zu fördern.
Durch ein gezieltes Begegnungsformat könnten demokratische Entscheidungsprozesse verständlich vermittelt und politische Mitwirkung konkret erlebbar werden. Persönlicher Austausch stärke das Vertrauen in demokratische Institutionen, fördere politisches Interesse und mache zugleich deutlich, dass Engagement auf kommunaler Ebene Wirkung entfalten könne, erklärt Haberkamp in dem CDU-Antrag zur nächsten Ratssitzung. Insbesondere die Klassenstufen 7 bis 10 böten hierfür einen geeigneten Ansatzpunkt, da sich in diesem Alter erfahrungsgemäß politische Orientierungen festigten. Ein strukturiertes Format zur Demokratieförderung könne dazu beitragen, entstehendes Interesse an gesellschaftlichen Fragen aufzugreifen, politische Teilhabe zu fördern und langfristig die demokratische Kultur vor Ort zu stärken.
Die kommunale Ebene biete, betont der CDU-Fraktionsvorsitzende weiter, besondere Voraussetzungen dem Trend entgegenzuwirken, mit eigenen Anliegen kaum Einfluss nehmen zu können. Kommunalpolitik habe den Vorteil, unmittelbar erfahrbar zu sein, da Entscheidungen vor Ort auch den Alltag junger Menschen direkt beträfen – etwa in den Bereichen Schule, Mobilität, Freizeit, Sport oder Stadtentwicklung.