
Thomas Hunsteger-Petermann, Bürgermeister Jochen Dornseifer sowie CDU-Kreisvorsitzender Maximilian Weißenberg und seine Stellvertreter Simone Gebauer und Christian Renfert begrüßen Jürgen Hardt als Festredner zum Tag der Deutschen Einheit
Zum feierlichen Abschluss der CDU-Festveranstaltung zum 36. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung ertönt die deutsche Nationalhymne „Einigkeit und Recht und Freiheit“. Einigkeit und Recht und Freiheit haben sich die Menschen in der ehemaligen DDR mit lautstarken Protesten und Massendemonstrationen erkämpft. Ihren außergewöhnlichen Mut würdigten CDU-Kreisvorsitzender Maximilian Weißenberg, der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Jürgen Hardt und Bürgermeister Jochen Dornseifer am 3. Oktober im Heinrich-von-Kleist-Forum.
In seinem Festvortrag „Einigkeit in Freiheit – Deutschlands Verantwortung in Europa“ sagte Hardt, der 3. Oktober sei ein wichtiger Tag für Deutschland, aber auch für Europa. Nach dem Fall der Mauer am 9. November 1989 und der ersten freien Volkskammerwahl am 18. März 1990 habe die Politik unter DDR-Ministerpräsident Lothar de Maizière und Bundeskanzler Helmut Kohl „mit einer enormen Leistung die Wiedervereinigung in wenigen Monaten vollendet“. Sie sei darüber hinaus ein großer Impuls für das Zusammenwachsen Europas gewesen. Den Weg der weiteren europäischen Integration „müssen wir unbedingt einhalten“, appellierte der Bundestagsabgeordnete.
Zugleich wies Jürgen Hardt darauf hin, dass die alten Konflikte mit Russland wieder aufgebrochen sind – insbesondere mit dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine. „Wir können dankbar sein, dass die Ukrainer mit unseren Waffen die Drecksarbeit für uns machen“, sagte Hardt. Angesichts der schwierigen politischen Situation brauche Deutschland seine Verteidigungsbereitschaft und Abschreckungsfähigkeit: „Wir müssen uns entsprechend wappnen, dürfen keinen Millimeter abweichen.“
CDU-Kreisvorsitzender Maximilian Weißenberg blickte auf den Herbst 1989 zurück: „Am späten Abend des 9. November verfolgten Millionen Deutsche mit atemloser Spannung an den Fernsehern, was Unglaubliches passierte. Zehntausende DDR-Bürger stürmten die Berliner Mauer und überwanden das sichtbarste Symbol der deutschen Teilung.“ Die wochenlange, lautstarke Opposition gegen die SED-Diktatur habe zur Überwindung der deutschen Teilung, zur Wiedervereinigung geführt. Der 3. Oktober dürfe aber nicht nur ein Tag der Erinnerung und der geschichtlichen Verklärung des Erreichten werden. „Er sollte uns Anlass geben“, betonte Weißenberg mit Nachdruck, „über die politische Entwicklung der Gegenwart und über die Zukunft unseres Landes nachzudenken. Angesichts der jüngsten Landtagswahlergebnisse haben wir allen Grund dazu. Das Erstarken der politischen Ränder muss uns große Sorgen machen.“
In seinem Grußwort für die Stadt Hamm kritisierte Bürgermeister Jochen Dornseifer, „dass viele heute die deutsche Einheit als selbstverständlich sehen“. Aber Demokratie und Freiheit seien keine Selbstverständlichkeit, dafür seien viele Menschen in der DDR mutig eingetreten. Dafür gebühre ihnen großer Dank.