CDU sagt Spinnern den Kampf an – Ortsverbände Bockum-Hövel und Hamm-Norden bringen Nistkästen an

Die CDU-Ortsverbände Bockum-Hövel und Hamm-Norden haben in einer gemeinsamen Aktion mit dem CDU-Kreisvorsitzenden Arnd Hilwig Nistkästen in der Nähe des Galilei-Gymnasiums und im Bürgerpark Katzenkuhle angebracht. Zuvor hatte sich Maximilian Weißenberg gemeinsam mit Mitarbeitern vom Baumpflegemanagement der Stadt Hamm geeignete Standorte angeschaut. Auf dem Weg hinter dem Gymnasium und im Park, so Weißenberg, gab es in den letzten Jahren immer wieder Fälle von Eichenprozessionsspinnern. „Wir setzen auf eine ökologische und nachhaltige Bekämpfung der Raupen, indem sich Meisen als natürliche Feinde des Insekts in unmittelbarer Nähe ansiedeln“, erklärt Bockum-Hövels Ortsverbandvorsitzender Andreas Schwienhorst die Motivation der CDU. Matthias Schade aus dem Hammer Norden ergänzt, dass es sich auch positiv auf die Sicherheit der Schüler und Parkbenutzer auswirke, wenn die nahen Eichen nicht durch den Prozessionsspinner befallen werden würden, dessen feine Brennhaare für Menschen und auch Tiere gefährlich werden können.

Rund ein Dutzend Nistkästen, die von der JVA Arbeitstherapie Essen gebaut wurden, haben die Christdemokraten für ihre Aktion erworben. Für die Anbringung gelten bestimmte Auflagen, zum Beispiel muss die Anbringung über eine Schlaufe und nicht mit Nägeln im Baum erfolgen. Ebenso müssen die Nistkästen jährlich einmal am Ende der Brutphase gereinigt werden.

Die eingesetzten Nistkästen sollen vor allem Meisen anlocken, bei denen es bis zu drei Brutgänge pro Jahr, von Februar bis ungefähr zum Herbstende, gibt. Die Stadtmitarbeiter erklärten den Christdemokraten weiter, dass alle Bäume seit 2016 im Baumregister der Stadt Hamm registriert werden. Wenn jetzt Brutkästen aufgehangen werden, wird dies auch im Verzeichnis mit vermerkt. Hierdurch ließen sich in den kommenden Jahren durchaus Rückschlüsse im Hinblick auf das Populationsgeschehen ziehen.

Sollte die Aktion erfolgreich sein, planen die CDU-Vertreter die Aktion in kommenden Jahren zu wiederholen. Neben den Daten aus dem Baumregister sollen in diesem Jahr besondere „Raupen-Hotspots“ gesammelt werden, um im kommenden Jahr weiter den Kampf gegen die Spinner durch Nistkästen-Aktionen aufnehmen zu können.

 

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