„Das ist eine Frage des Respekts und der Wertschätzung“

CDU lehnt Änderung der Repräsentationsrichtlinie ab.

Zum 80. Geburtstag sollen nach dem Willen der CDU auch in Zukunft Bürgerinnen und Bürger in Hamm ein offizielles Glückwunschreiben und ein kleines Geschenk erhalten, persönlich überbracht durch die Bezirksbürgermeisterin bzw. den Bezirksbürgermeister. „Wir werden die beabsichtigte Änderung der Repräsentationsrichtlinie und das Verschieben der persönlichen Geburtstagsglückwünsche auf den 85. Geburtstag sowohl im Hauptausschuss als auch im Rat der Stadt Hamm in der kommenden Woche ablehnen“, kündigte CDU-Fraktionsvorsitzender Arnd Hilwig an.

Uentrops Bezirksbürgermeister Björn Pförtzsch wird ebenfalls die Änderung nicht mittragen: „Die bisherige Gratulationspraxis ist sehr gut angekommen. Daran sollten wir auf jeden Fall festhalten. Ich weiß aus meiner langjährigen Erfahrung, dass sich die Menschen über den Besuch durch einen Repräsentanten des Stadtbezirks zum 80. Geburtstag sehr freuen.“

„Warum auf einmal die persönliche Gratulation um fünf Jahre verschoben werden soll, ist uns nicht erklärlich. Dafür gibt es keinen objektiven Grund“, so Hilwig und Pförtzsch übereinstimmend. An einer zeitlichen Überforderung könne es nicht liegen, „denn wir haben ja in Hamm nicht nur sieben Bezirksbürgermeisterinnen und Bürgermeister, sondern auch jeweils noch mindestens zwei Stellvertreterinnen und Stellvertreter in jedem Stadtbezirk. Personalmangel ist also kein Argument, auf Gratulationsbesuche zum 80. Geburtstag zu verzichten.“ Zudem haben sich in der Vergangenheit auch die übrigen Mitglieder der Bezirksvertretungen (in jedem Stadtbezirk 19) insgesamt an den Geburtstagsbesuchen beteiligt.

„Das ist für mich auch eine Frage des Respekts und der persönlichen Wertschätzung gegenüber den 80jährigen: das ist doch ein stolzes Alter, ein runder Geburtstag und für viele ein Fest, dass gebührend gefeiert wird. Dann sollte auch weiterhin ein Vertreter der Stadt bzw. des Stadtbezirks persönlich gratulieren. Das ist alles nicht nachvollziehbar, was hier vorgeschlagen wird“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Arnd Hilwig.

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